Mehr Ausbildungsverträge im niedersächsischen Bauhandwerks
Trotz eines leichten Rückgangs bei der Gesamtzahl der Auszubildenden zeigt sich das niedersächsische Bauhandwerk bei der Nachwuchsgewinnung weiterhin stabil. Nach aktuellen Zahlen der Landesvertretung der Handwerkskammern Niedersachsen (LHN) waren zum 31. Dezember 2025 insgesamt 2.892 Auszubildende in 19 Bauberufen beschäftigt.
Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Rückgang um vier Prozent.
Besonders erfreulich ist jedoch die Entwicklung bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen. Im Jahr 2025 wurden 1.465 neue Verträge unterzeichnet – ein Plus von 4,5 Prozent gegenüber 2024 mit 1.401 Neuverträgen.
Positive Impulse kommen außerdem aus den zweijährigen Ausbildungsgängen. Die Zahl der Ausbildungsverhältnisse stieg hier von 344 auf 361. Besonders deutlich fiel der Zuwachs bei den Ausbaufacharbeitern aus, deren Ausbildungszahlen um 16 Prozent auf 166 Lehrlinge anstiegen.
Der Beruf des Zimmerers bleibt mit 1.151 Auszubildenden weiterhin der stärkste Ausbildungsberuf im Bauhandwerk. Die Zahl der Maurer-Auszubildenden ging dagegen von 911 auf 811 zurück.
Auch die Internationalisierung der Branche setzt sich fort: Die Zahl ausländischer Baulehrlinge stieg von 222 auf 265 Auszubildende.
Bei den Schulabschlüssen der neuen Auszubildenden stellt die Gruppe mit Realschulabschluss den größten Anteil. Von den 1.465 neu eingetragenen Ausbildungsverhältnissen verfügten 631 Personen (43 Prozent) über einen Realschulabschluss. Weitere 452 Auszubildende (31 Prozent) hatten einen Hauptschulabschluss, während 276 Personen (19 Prozent) mit Fachhochschul- oder Hochschulreife eine Ausbildung im Bauhandwerk begonnen haben.
„Die steigende Zahl der Neuverträge zeigt, dass das Bauhandwerk für junge Menschen weiterhin attraktive Perspektiven bietet. Gute Karrierechancen, sichere Arbeitsplätze und vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten machen die Branche zu einem starken Ausbildungsbereich“, betont Dr. Jan-Peter Halves, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Elbe-Weser.

