Themennachmittag - UnternehmensnachfolgeErfolgreicher Nachmittag mit großem Interesse

45 Gäste informierten sich in Rotenburg über Chancen, Herausforderungen und konkrete Lösungen für die Unternehmensübergabe

1. Oktober 2026. Wie gelingt eine erfolgreiche Unternehmensnachfolge? Welche Erwartungen haben potenzielle Nachfolgerinnen und Nachfolger? Was ist ein Betrieb tatsächlich wert – und welche Förder- und Versicherungsmöglichkeiten gibt es bei einer Übergabe? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigte sich der Informationsnachmittag „Unternehmensnachfolge: Warum das Thema aktuell brennt“, zu dem die Kreishandwerkerschaft Elbe-Weser am 1. Oktober ins Heimatshaus Rotenburg eingeladen hatte. Rund 45 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, sich zu informieren, Fragen zu stellen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Bereits die große Resonanz machte deutlich: Unternehmensnachfolge ist für viele Handwerksbetriebe ein Thema, das keinen Aufschub duldet. Gleichzeitig zeigte die Veranstaltung, wie vielfältig die Herausforderungen, aber auch die Unterstützungsmöglichkeiten rund um eine Betriebsübergabe sind.

Den Auftakt machte Dr. Jan-Peter Halves, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Elbe-Weser mit einer Einordnung der aktuellen Situation. Anschließend gab Hanna Kleutsch von der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade unter dem Titel „Die Nachfolger von heute ticken anders“ Einblicke in die Erwartungen und Perspektiven der nächsten Generation. Daniel Topp, ebenfalls von der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade widmete sich der Frage, was ein Unternehmen tatsächlich wert ist und welche Faktoren bei der Unternehmensbewertung eine Rolle spielen.

Nach einer kurzen Pause ging es anschließend um ganz konkrete Unterstützungsangebote. Gesa Weiss, Wirtschaftsförderung LK Rotenburg, stellte Fördermöglichkeiten über die Wirtschaftsförderung Rotenburg vor. Björn Voigt (Fachverband Tischler Nord) und Thomas Behnke (Baugewerbeverband) aus der Beratungspraxis zeigten typische Problemstellungen auf, die entstehen können, wenn eine Nachfolge ins Stocken gerät. Zum Abschluss informierte Dirk Klobe von der Signal Iduna über wichtige Aspekte des Versicherungsschutzes bei einer Unternehmensübergabe.

Besonders wertvoll war dabei die unterschiedliche Perspektive der Referentinnen und Referenten: Von der Nachfolgeplanung und Unternehmensbewertung über Fördermöglichkeiten und Beratung bis hin zu Versicherungsfragen erhielten die Gäste einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Bausteine einer erfolgreichen Übergabe.

Neben den Vorträgen stand vor allem der persönliche Austausch im Mittelpunkt. Die zahlreichen Fragen und Gespräche zeigten, dass bei vielen Unternehmerinnen und Unternehmern ein konkreter Informations- und Beratungsbedarf besteht.

„Eine Unternehmensnachfolge lässt sich nicht nebenbei regeln. Sie braucht Zeit, eine gute Vorbereitung und die richtigen Ansprechpartner“, lautet das zentrale Fazit der Veranstaltung. Gerade für Handwerksbetriebe sei es wichtig, sich frühzeitig mit der eigenen Nachfolge auseinanderzusetzen. Unabhängig davon, ob die Übergabe innerhalb der Familie, an Mitarbeitende oder an einen externen Nachfolger erfolgen soll.

Der Nachmittag machte deutlich: Wer sich frühzeitig mit dem Thema beschäftigt, schafft bessere Voraussetzungen für einen erfolgreichen Übergang und damit für den Fortbestand des eigenen Lebenswerks und die Zukunft des Betriebs.

Präsentationen:
Daniel Topp
Björn Voigt und Thomas Behnke
Gesa Weiss

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