Neue Regeln für Umwelt- und NachhaltigkeitswerbungWas Handwerksbetriebe jetzt beachten sollten
Die neuen EmpCo-Regelungen betreffen insbesondere die Kommunikation mit Verbraucherinnen und Verbrauchern. Für Handwerksbetriebe ist deshalb ein Blick auf die eigene Werbung sinnvoll – von der Website über Social Media und Flyer bis hin zu Anzeigen und Broschüren.
Umweltaussagen müssen konkret sein
Pauschale Aussagen wie „nachhaltig“, „umweltfreundlich“, „klimafreundlich“ oder „ressourcenschonend“ können problematisch sein, wenn nicht klar wird, worauf sich die Aussage konkret bezieht und wie sie belegt werden kann. Statt allgemeiner Versprechen sollten Betriebe möglichst konkrete und überprüfbare Eigenschaften benennen.
Nachhaltigkeitsversprechen müssen belegbar sein
Wer mit Umwelt- oder Klimavorteilen wirbt, sollte entsprechende Nachweise vorhalten können. Das können beispielsweise Zertifikate, technische Daten, Prüfberichte oder nachvollziehbare Berechnungen sein. Entscheidend ist, dass die beworbene Eigenschaft tatsächlich zutrifft.
Vorsicht bei „klimaneutral“ und ähnlichen Aussagen
Besonders aufmerksam sollten Betriebe bei Aussagen zu Klimaneutralität, CO₂-Einsparungen oder zukünftigen Klimazielen sein. Aussagen über zukünftige Umweltleistungen müssen auf konkreten, überprüfbaren Zielen und einem nachvollziehbaren Plan beruhen.
Nachhaltigkeitssiegel prüfen
Auch eigene oder nicht eindeutig einzuordnende Nachhaltigkeitssiegel können problematisch sein. Vor der Verwendung sollte geprüft werden, wer hinter einem Siegel steht, nach welchen Kriterien es vergeben wird und ob eine unabhängige Prüfung erfolgt.
Gesetzliche Vorgaben nicht als besonderen Vorteil darstellen
Eigenschaften, die gesetzlich vorgeschrieben sind und deshalb ohnehin für alle entsprechenden Produkte gelten, sollten nicht als besondere Umwelt- oder Nachhaltigkeitsleistung des eigenen Angebots beworben werden.
Was Betriebe jetzt tun sollten
Eine einfache Prüfung der eigenen Kommunikation kann helfen:
- Website und Social-Media-Auftritte überprüfen
- Umwelt- und Nachhaltigkeitsbegriffe identifizieren
- allgemeine Aussagen konkretisieren
- Nachweise für beworbene Umweltvorteile zusammentragen
- Zukunftsversprechen und Klimaziele überprüfen
- Nachhaltigkeits- und Umweltzeichen auf ihre Aussagekraft prüfen
Grundregel: Je konkreter eine Umwelt- oder Nachhaltigkeitsaussage ist, desto besser sollte sie für Kundinnen und Kunden nachvollziehbar und durch entsprechende Nachweise belegbar sein.
Bei Unsicherheiten zu einer konkreten Werbeaussage empfiehlt sich eine individuelle rechtliche Prüfung.
(mithilfe von KI erstellt)
weitere Infos finden Sie hier: Umweltbundesamt

