in RotenburgFreisprechung
Meilenstein für den beruflichen Werdegang im Handwerk. 57 neue Gesellinnen und Gesellen wurden in einem feierlichen Rahmen freigesprochen.
In der Aula der Berufsbildenden Schulen in Rotenburg fand die feierliche Freisprechung statt. Zahlreiche Familienangehörige, Freunde, Ausbilder und Lehrkräfte begleiteten die Nachwuchskräfte an diesem besonderen Abend und würdigten gemeinsam den erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung.
Von insgesamt 72 Auszubildenden bestanden 57 ihre Gesellenprüfung – darunter 53 Männer und vier Frauen. Die Veranstaltung verband traditionelle Handwerksbräuche mit einem modernen Blick auf die Zukunft des Handwerks.
Kreishandwerksmeister Norbert Schmudlach eröffnete den Abend und stellte die jungen Absolventinnen und Absolventen in den Mittelpunkt: „Heute ist euer Tag.“ Gleichzeitig dankte er den Ausbildungsbetrieben, den Lehrkräften der Berufsschulen sowie den ehrenamtlichen Prüferinnen und Prüfern für ihr Engagement bei der Ausbildung des Handwerksnachwuchses. Der Gesellenbrief sei ein wichtiger Meilenstein, aber auch ein Ausgangspunkt für weitere berufliche Wege – etwa zum Meistertitel, zum Betriebswirt des Handwerks oder zu einem Studium.
Besonders geehrt wurden mehrere Absolventen für ihre guten Leistungen. Prüfungsbester des Jahrgangs war Johannes Mootz (Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker) aus Visselhövede.
Den traditionellen Höhepunkt des Abends bildete die Freisprechung durch Kreislehrlingswart Detlef Ottens. Mit den historischen Worten des Handwerksbrauchs wurden die ehemaligen Auszubildenden offiziell von ihren Verpflichtungen der Lehrzeit entbunden und in den Stand der Gesellen aufgenommen – ein Ritual mit Wurzeln bis ins Mittelalter.
Auch in der Festrede wurde die Bedeutung des Handwerks hervorgehoben. In Zeiten von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz bleibe das Handwerk unverzichtbar: Häuser bauen, Photovoltaikanlagen installieren oder Wärmepumpen montieren – dafür brauche es Menschen, die praktisch arbeiten und Lösungen finden
Mit viel Applaus, Musik und zahlreichen Glückwünschen endete ein Abend, der für die neuen Gesellinnen und Gesellen einen wichtigen Meilenstein in ihrem Berufsleben markiert.

