Brandschutz-Experten schulen Betriebe Praktische Übungen und Tipps für den Notfall

Die Experten vom Austräger des Brandschutzhelferkurses war das Unternehmen WDI Wendelken Ingenieurgesellschaft aus Zeven. Geschäftsführer Jan Tobias Wendelken berät seit einigen Jahren mit seinem Team bei allen Fragen rund um den baulichen Brandschutz.

Die Löschexperten kommen auch vorort in die jeweiligen Betriebe. In diesem Fall wurde auf Initiative der Kreishandwerkerschaft eingeladen, um den 3stündigen Kurs auf dem Parkplatz hinter dem Hauptgebäude der Kreishandwerkerschaft auszurichten. 

Im Regelfall wird für die praktische Übung immer ein Außenbereich (Parkplatz oder ähnliches) benötigt, um die Feuerlöschübung sicher durchführen zu können. Für die Theorie sollte ein Seminarraum mit Bestuhlung und der Möglichkeit eine Leinwand aufzustellen vorhanden sein. Begrenzt ist der Kurs generell auf max. 15 Personen. So hat jeder Teilnehmende ausreichend Gelegenheit, auch den praktischen Umgang mit dem Feuerlöscher zu üben.

Sabrina Behrens hat es nach eigenen Worten nicht nur Spaß gemacht, ganz praktische Erfahrung im Umgang mit dem Feuerlöscher zu machen – „auch die Informationen zum Brandschutz waren sehr interessant und hilfreich“. 

Wer wusste bspw. schon, dass man Metallspäne niemals mit Wasser (Gefahr der Verpuffung) löschen sollte, sondern mit Sand, und dass es sich beim Lagerfeuer anders verhält, als bei einem Bildschirmbrand, so Behrens. Die Grundlagen der Verbrennung und des Löschens gehörten mit zum Lernkonzept. 

Behrens: „In der Übung erfährt man auch, dass zuvor beim Feuerlöscher eine Kappe abgenommen und ein Stift rausgezogen werden muss, bevor er funktioniert.“ Gut, sowas frühzeitig zu wissen, denn im Ernstfall geht es ja oft um Sekunden und man ist möglichweise im Panikmodus eher blockiert.

Weitere kleine Dinge, die relevant werden können, ist z.B. der in der Telefonanlage korrekt eingestellte Notruf der Feuerwehr „112“ – bei manchen Anlagen muss die „0“ vorab gewählt werden für die Freischaltung, ansonsten bleibt man unnötig in der internen Leitung.

Laut Behrens war für alle Teilnehmenden aus den Betrieben auch der Vortrag des Referenten Dennis Preißler zur richtigen Lagerung von Gefahrstoffen ein nützlicher Aspekt. Im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen ist es z.B. generell wichtig, dass nötige Sicherheitstüren auch immer geschlossen sind. 

Nachdem bereits eine Schulung in der Geschäftsstelle der Kreishandwerkerschaft in Cuxhaven stattgefunden hat, wird die nächste Schulung bereits am 26.September 2025 in Osterholz-Scharmbeck stattfinden. Interessierte Betriebe wenden sich gerne an Katrin Schwerdtfeger, schwerdtfeger@handwerk-elbeweser.de

Brandschutzhelfer-Schulungen kann jede Person ohne Vorerfahrung absolvieren – ob Erstschulung oder Auffrischung.

 

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